Henrike G.

women

Grösse
170
Brustumfang
84
Taille
62
Hüfte
94
Schuhgröße
39

About Henrike G.

1.) Wo in Deinem Leben spielt Nachhaltigkeit eine Rolle?


Für mich bedeutet Nachhaltigkeit ein allgemeines Konzept. Es ist eine Lebenseinstellung, die sich durch alle Bereiche meines Lebens zieht, denn nur so wird sich auch langfristig etwas in unserer Welt verändern. Zwar bin ich noch nicht da, wo ich gerne sein möchte, aber ich versuche jeden Tag meine Aktionen zu hinterfragen und mir bewusst zu machen, an welchen Stellen ich noch etwas verändern muss und wie ich das vielleicht umsetzten kann. Ich versuche Nachhaltigkeit so gut es geht in alle Bereiche meines Lebens zu integrieren und es ist bei allem was ich tue sehr präsent. Ich diskutiere gerne mit Freunden und Familie darüber und tausche mich über neue Ideen und Konzepte aus. Die wichtigsten Fragen, die ich mir bei einer Neuanschaffung stelle, sind: brauche ich das wirklich und gibt es eine umweltfreundlichere Alternative?


2.) Hast Du ein konkretes Alltagsbeispiel, bei dem Du besonders auf Nachhaltigkeit achtest? (Ernährung, Konsumverhalten, Lebenskonzept, etc.)


In meinem Alltag erledige ich alles zu Fuß, mit dem Rad, oder den öffentlichen Verkehrsmitteln, um meinen CO2-Fußabdruck so gering wie möglich zu halten und natürlich auch, weil es unglaublich guttut, sich an der frischen Luft zu bewegen.

Ich habe bereits mit elf Jahren beschlossen Vegetarierin zu werden und bin dann 2018 schlussendlich auf eine vegane Ernährung umgestiegen. Mit dieser Entscheidung möchte ich sowohl ein Statement gegen das, durch die Massentierhaltung entstehende Tierleid setzen, als auch meinen Beitrag zu einer saubereren Umwelt und hoffentlich auch zu einer Verminderung des weltweiten Hungers beitragen.

Mein Konsumverhalten versuche ich immer aktiv zu hinterfragen und darauf zu achten, wo die Dinge herkommen, aus was und wie sie hergestellt wurden und wie sie verpackt sind.

Ich habe meine Haut- und Haarpflegeprodukte deutlich reduziert und greife nur noch auf unverpackte Seifen zurück. Auch bei den Kosmetikprodukten bin ich auf Naturkosmetik umgestiegen und mein Deo steckt in einer Pappverpackung. Auch möchte ich es gerne mal ausprobieren Spüli, Putz-, oder Waschmittel selbst herzustellen (hab ich bis jetzt leider noch nicht).

Meine Kleidung kaufe ich inzwischen sehr gerne Second-Hand und achte andernfalls darauf, dass sie möglichst aus biologisch angebauten Naturfasern besteht und oder ein vertrauenswürdiges Siegel trägt. Generell ist bei Kleidung, egal ob nachhaltig oder nicht, meine Devise: „das Teil wird so lange getragen, bis es auseinanderfällt“ 😊😊


3.) Was ist Deine Motivation ein Fairmodel zu sein?


Ich habe mich entschieden ein Fairmodel zu werden, da ich das Modeln gerne mal ausprobieren, dabei aber nicht für Brands werben wollte, die ich nicht auch privat unterstützen würde. Bei meiner Suche nach einer Agentur bin ich auf „fairmodel“ gestoßen und das Konzept hat mich sofort überzeugt. Dass hier ausschließlich für nachhaltig wirkende Lable gearbeitet wird war ausschlaggebend für meine Entscheidung und auch die Tatsache, dass hier das Individuum im Vordergrund steht. Es geht weniger darum, in ein enges Schema zu passen, als darum auch etwas zu sagen zu haben. Ich finde es schön, dass es der Agentur vor allem um die Authentizität der Models geht und diese eine Verbindung zu den Themen haben sollen, für die sie ihr Gesicht zur Verfügung stellen. Ich möchte mich weder für Aufträge hergeben, die gegen all meine Überzeugungen gehen, noch möchte ich nur ein weiteres schönes Gesicht unter vielen anderen sein. Ich erhoffe mir, mich mit anderen Menschen, die ähnliche Ansichten vertreten austauschen zu können und von ihren Erfahrungen und Ideen zu lernen, gemeinsam zu einer besseren Zukunft beizutragen und den ein oder anderen dazu zu inspirieren, dasselbe zu tun.


4.) Was gibt es Allgemein über Dich zu erzählen?


Ich habe vor kurzem meine Modedesignausbildung erfolgreich abgeschlossen und studiere aktuell Ethnologie und Englisch an der Uni Heidelberg. Ich möchte im kommenden Jahr eine vegane Kochausbildung machen, da ich vorhabe, mich mit einem veganen Café selbstständig zu machen und hoffe, dort meine Koch- und Backkünste vorher noch verfeinern zu können.

Neben meiner Passion für die vegane Küche, ist meine wohl größte Leidenschaft das Tanzen. Ich mache seit ich denken kann Ballett und möchte noch viele weitere Tanzstile ausprobieren und erlernen, da Tanzen pure Lebensfreude für mich bedeutet. Für mich ist diese Kunst eine ganz besondere Form, meine Gedanken und Gefühle ausdrücken zu können.

Ich drücke mich aber nicht nur gerne tänzerisch aus, sondern schreibe auch kurze Texte oder Gedichte, in denen ich mich mit Erlebtem beschäftige. Ich habe auch schon das ein oder andere Buch angefangen, diese aber bisher nie zu Ende gebracht.

Ich interessiere mich sehr für die Tier und Pflanzenwelt und habe schon dutzende Dokumentationen über die Schönheit und Vielfalt der Natur gesehen, und bin immer wieder aufs Neue fasziniert von den Wundern, die auf unserem Planeten existieren.

Das ist auch ein Grund, warum ich das Reisen liebe und gerne noch viele Winkel der Erde erkunden möchte. Ganz oben auf meiner Liste steht Island, denn auf diese kleine Insel zieht es mich schon seit Jahren, nicht zuletzt auch wegen der dort heimischen Islandpferde.


5.) In welchen Bereichen fällt es Dir am schwersten nachhaltig zu leben?


So sehr ich auch verpackungsfrei leben möchte, merke ich doch oft, dass das gar nicht so einfach ist. Die Angebote dafür sind noch sehr gering und oftmals sind dann der Preis, oder der hohe zeitliche Aufwand Grund dafür, eben doch die schnell verfügbare, billigere und eben leider auch verpackte Ware zu kaufen. Ich hoffe sehr, dass auch in Supermärkten das verpackungsfreie Angebot größer wird und Nachhaltigkeit nicht länger ein Privileg ist, dass sich nur wohlhabende Menschen leisten können.

Auch das Reisen ist so eine Sache. Ich habe mir zwar vorgenommen in Zukunft erst mal nicht mehr zu fliegen, aber es ist oftmals die günstigste und schnellste Reisemöglichkeit und das spielt natürlich eine entscheidende Rolle, bei der Wahl des Transportmittels.

Generell steht mir am ehesten die Frage nach dem Geld im Wege, wenn es um Nachhaltigkeit geht. Immer hin und hergerissen zu sein zwischen wollen und nicht können ist zermürbend und auch die Frage, inwieweit der eigene Geiz eine Rolle bei den Entscheidungen spielt.